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18.04.2007 - Abstimmung über den Gebührenboykott an den Erfurter Hochschulen
Im Rahmen der heute abgehaltenen Vollversammlung der Uni Erfurt stellten Vertreter des KTS (Konferenz Thüringer Studentenschaften) ihren Plan für den nächsten Schritt zum Erhalt eines gebührenfreien Studiums vor. Nach erfolglosen Demonstrationen Anfang diesen Jahres will man nun die neu eingeführte Verwaltungsgebühr durch einen Boykott stoppen. Anwesend war auch die Universitätsleitung, die ihre Bedenken gegen den Boykott äußerte.

Man gab zu Bedenken, dass das Zurückhalten der geforderten Summe unausweichlich zur Exmatrikulation der am Boykott beteiligten Studenten führen würde. Auch wenn man die Studierenden verstehen könne, sollten diese sich eher darum bemühen, die Landtagsabgeordneten auf ihre Seite zu bringen. Eine schnelle Änderung oder Rücknahme sei ohnehin nicht möglich, da so etwas erfahrungsgemäß mehr Zeit beanspruche.
Relativiert wurde dies durch den Vortrag der KTS- und StuRa-Vertreter. So sei eine sofortige Exmatrikulation rechtlich nicht möglich. Schlimmstenfalls müsse man eine Mahngebühr von bis zu 25€ in Kauf nehmen. Zusätzlich haben Erfahrungen mit Boykotts aus den Siebzigern gezeigt, dass man durchaus die Rücknahme der Gebühr erreichen kann.

Noch ist nichts entschieden
Noch ist der Boykott an der Uni Erfurt nicht entschieden. Derzeit haben die Studenten die Möglichkeit, ihre Meinung zum Boykott abzugeben. Eine Urabstimmung soll entscheiden, ob sich der StuRa an der Aktion beteiligt. Das Ergebnis der Abstimmung wird voraussichtlich Anfang nächster Woche vorliegen.
Am 25.04. entscheidet sich dann in einer Urabstimmung der Studenten der FH Erfurt, ob der Boykott dort angenommen wird.

Wer seine Stimme an der Uni noch nicht abgegeben hat, kann es am 19.04 und 23.04. nachholen.

Weblinks zum Thema:
http://www.thueringenboykott.de/

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